Das Zugsfenster

Posted on March 9, 2009 by Markus Stocker, Recommended 0 | Recommend

In die Tiefe der Nacht, schaut das breite Fenster. Hindurch wandert mein Blick. Von der Finsterkeit entführt, geht er verloren. Draussen, vor dem Fenster, eilt die Realität vorüber, von der rollenden Maschine gehetzt und gejagen. Von links nach rechts erscheint und schwindet sie, zur Unerkennbarkeit verschwommen, wie unscharfe Bilder eines Filmstreifens, welcher sich, ohne Bitte, mit meinem kraftlosen Gesichtsabdruck vermischt, als sei er mein Leben.

Wie leicht liesse man sich doch beirren, das Leben zieht nur frech vorüber, wäre da kein Gefühl, einige der Augenblicke reisen neben einem mit, ebengleich starrend durch das breite Fenster in die undurchschaubare Ferne. Davon teile ich welche mit Leute, die mir wohl nicht glauben würden, würden sie davon erfahren; was mich wundert, ist die dafür nötige Vorstellungsgabe doch selbst so schwindend.

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